Im Pforzheimer Stadtgebiet scheitern Tunnelprojekte seltener am anstehenden Buntsandstein als an den darüber lagernden quartären Talfüllungen. Wer die Prognose der Ortsbruststabilität allein auf Erfahrungswerten aus dem Festgesteinsvortrieb aufbaut, unterschätzt die Verformungsempfindlichkeit der weichen Auelehme entlang der Enz, Nagold und Würm. Unser Labor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 für fortgeschrittene bodenmechanische Versuche akkreditiert und kombiniert die Korngrößenanalyse mit der Bestimmung der Atterberg-Grenzen, um das plastische Verhalten feinkörniger Schichten präzise zu klassifizieren. Erst aus diesen Kennwerten lassen sich belastbare Eingangsparameter für numerische Modelle ableiten, die den Vortrieb im Schild- oder Baggervortrieb wirklich absichern.
Im Pforzheimer Talkessel bestimmt nicht der Fels, sondern die Steifigkeit der quartären Deckschichten die zulässigen Verformungen am Tunnelfirst.



