Eine Erschließungsmaßnahme in Pforzheim scheiterte letztes Jahr an den unerwartet hohen Schluffanteilen im Baugrund. Der Bagger stand, die Statik passte nicht mehr. Erst unsere Korngrößenanalyse brachte Klarheit: 38 % Feinkorn unter 0,063 mm – das erklärt die geringe Tragfähigkeit. Für die Baugrube in der Nordstadt kombinierten wir Siebung und Sedimentation nach DIN 18123. Das Hydrometerverfahren ab 0,063 mm bis in den kolloidalen Bereich liefert die Kornverteilungskurve, die für jede Frostempfindlichkeitsklassifikation nach ZTV E-StB und für die Verdichtbarkeitsprognose nötig ist. In der Pforzheimer Innenstadt mit ihren heterogenen Auffüllungen über dem Buntsandstein ist die genaue Kornabstufung entscheidend für den Baugrundsachverständigen. Kein Bodengutachten ohne diese Kurve.
Ohne die Kornsummenkurve aus Siebung und Hydrometer bleibt jede Baugrundbeurteilung in Pforzheims heterogenem Untergrund eine Spekulation.



