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PFORZHEIM
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Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Pforzheim – DIN-geprüfte Laborverfahren

Geotechnik mit regionalem Urteilsvermögen.

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Eine Erschließungsmaßnahme in Pforzheim scheiterte letztes Jahr an den unerwartet hohen Schluffanteilen im Baugrund. Der Bagger stand, die Statik passte nicht mehr. Erst unsere Korngrößenanalyse brachte Klarheit: 38 % Feinkorn unter 0,063 mm – das erklärt die geringe Tragfähigkeit. Für die Baugrube in der Nordstadt kombinierten wir Siebung und Sedimentation nach DIN 18123. Das Hydrometerverfahren ab 0,063 mm bis in den kolloidalen Bereich liefert die Kornverteilungskurve, die für jede Frostempfindlichkeitsklassifikation nach ZTV E-StB und für die Verdichtbarkeitsprognose nötig ist. In der Pforzheimer Innenstadt mit ihren heterogenen Auffüllungen über dem Buntsandstein ist die genaue Kornabstufung entscheidend für den Baugrundsachverständigen. Kein Bodengutachten ohne diese Kurve.

Ohne die Kornsummenkurve aus Siebung und Hydrometer bleibt jede Baugrundbeurteilung in Pforzheims heterogenem Untergrund eine Spekulation.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Der geologische Kontrast in Pforzheim ist enorm: Im Osten in Huchenfeld stehen Sie auf verwittertem Oberen Buntsandstein mit sandig-kiesiger Matrix, während Sie im Enztal, etwa in Eutingen, auf holozänen Auelehmsedimenten bauen, die oft 60 % Feinkorn überschreiten. Diese Unterschiede machen eine standardisierte Sieblinie unmöglich. Für einen Plattendruckversuch auf dem grobkörnigen Material in Huchenfeld reicht die Trockensiebung nach DIN EN 933-1 oft aus. Im Auelehm von Eutingen dagegen ist die Kombination aus Nasssiebung und Aräometerverfahren zwingend. Wir fahren beide Verfahren im eigenen Labor. Die Auswertung liefert Cu- und Cc-Werte, die sofort zeigen, ob der Boden als Verdichtungswalze tragfähig ist oder ein Bodenaustausch ansteht. Unsere Laborprotokolle akzeptiert jedes Pforzheimer Bauordnungsamt auf Anhieb.
Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Pforzheim – DIN-geprüfte Laborverfahren
Technische Referenz — Pforzheim

Lokale Besonderheiten

Pforzheim liegt auf 263 m ü. NHN, aber der kritische Wert für die Korngrößenanalyse ist das Tausendstel-Millimeter. Wer den Feinkornanteil unter 0,063 mm falsch einschätzt, riskiert Setzungen, die weit über den in der DIN 4019 prognostizierten Werten liegen. In der Brötzingen-Senke haben wir eine wasserführende Schicht in 2,8 m Tiefe angetroffen – schluffiger Feinsand mit 22 % Tonanteil. Die falsche Klassifikation als schwach bindiger Sand hätte zur Unterschätzung der kapillaren Steighöhe und damit zu Frostschäden im Straßenoberbau geführt. Die Sieblinie in Kombination mit den Atterberg-Grenzen zeigt sofort: Das ist ein stark frostempfindlicher Boden der Klasse F3. Für den Bauherrn bedeutet dies: Mehrausbau, Zusatzkosten, Bauverzögerung. Ein paar Euro für die Sedimentationsanalyse sparen hier Tausende.

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Maßgebliche Normen

DIN 18123 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN EN ISO 17892-4 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korngrößenverteilung, ZTV E-StB – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN 18196 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenTrockensiebung, Nasssiebung, Aräometerverfahren (DIN 18123)
Kornbereich Trockensiebung63 mm bis 0,063 mm
Kornbereich Sedimentation0,063 mm bis 0,001 mm (Tonfraktion)
Probenmengeca. 500–2000 g (je nach Größtkorn)
ProbenvorbereitungLufttrocknung, Ofentrocknung bei 105 °C, ggf. Dispergierung mit Na-Pyrophosphat
AuswertungKornsummenkurve, Cu (Ungleichförmigkeitszahl), Cc (Krümmungszahl)
NormenDIN 18123, DIN EN ISO 17892-4, ZTV E-StB
LaborakkreditierungDAkkS-akkreditiertes Eigenlabor (ISO 17025)
Ergebnisdauer3–5 Werktage nach Probeneingang

Gängige Fragen

Welche Korngrößen deckt die kombinierte Analyse ab?

Das Verfahren deckt den gesamten bautechnisch relevanten Bereich von 125 mm (Steine) bis hinunter zu 0,001 mm (Tonfraktion) ab. Die Trocken- oder Nasssiebung erfasst die Grob- und Sandfraktion ab 0,063 mm. Für die Schluff- und Tonpartikel darunter setzen wir das Aräometerverfahren nach DIN 18123 ein, das auf dem Stokes'schen Gesetz basiert und die Sedimentationsgeschwindigkeit in einer Suspension misst.

Wann ist die Nasssiebung statt der Trockensiebung erforderlich?

Sobald der Feinkornanteil unter 0,063 mm mehr als etwa 5–10 % beträgt, ist die Trockensiebung ungenau, weil die feinen Partikel an den gröberen Körnern anhaften. In Pforzheims Auelehmen und verwitterten Sandsteinschichten ist das fast immer der Fall. Die Nasssiebung spült diese Anhaftungen ab und liefert ein realistisches Bild der Kornverteilung.

Was kosten Siebung und Hydrometeranalyse im Labor?

Für eine kombinierte Korngrößenanalyse inklusive Nasssiebung und Aräometerverfahren liegen die Kosten je nach Probenanzahl und Aufbereitungsaufwand zwischen €90 und €180 pro Probe. Bei größeren Untersuchungsumfängen oder in Kombination mit weiteren Laborversuchen wie Konsistenzgrenzen erstellen wir ein Pauschalangebot.

Wie lange dauert es bis zum Ergebnis?

Die reine Labordurchführung dauert inklusive Trocknung, Siebung und 24-stündiger Sedimentationsanalyse etwa 2 Arbeitstage. Mit Probenvorbereitung, Auswertung der Kornsummenkurve und Plausibilitätsprüfung durch den Laborleiter erhalten Sie die Ergebnisse in der Regel innerhalb von 3 bis 5 Werktagen.

Reicht die Sieblinie für den Versickerungsnachweis in Pforzheim?

Die Korngrößenverteilung ist die zentrale Kenngröße für die hydraulische Durchlässigkeit (kf-Wert) nach Hazen, Beyer oder Seiler. Für einen amtlichen Versickerungsnachweis nach DWA-A 138 benötigen Sie zusätzlich den Durchlässigkeitsbeiwert aus Labor- oder Feldversuchen, etwa aus dem in-situ Durchlässigkeitsversuch. Die Sieblinie allein liefert eine gute Abschätzung, aber keine Bemessungswerte.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Pforzheim und Umgebung.

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