Wenn in Pforzheim die erste Rüttelsonde in den Boden eindringt, zeigt sich binnen Minuten, ob der anstehende Verwitterungshorizont des Oberen Buntsandsteins die prognostizierte Tragfähigkeit aufweist. Wir begleiten den Bohrmeister mit unserer mobilen Prüfausrüstung und führen parallel zur Felduntersuchung die bodenmechanischen Laborversuche durch, die für eine belastbare Baugrundbeurteilung nach DIN EN 1997-2 erforderlich sind. Pforzheims geologischer Flickenteppich aus Flussauen des Enztals, Lösslehmdecken auf den Hochflächen und massiven Buntsandsteinbänken verlangt eine bodenmechanische Untersuchung, die über Standardproben hinausgeht. Deshalb kombinieren wir Bohrkerne aus dem Festgestein mit gestörten Proben aus den quartären Deckschichten, um das gesamte Spannungsspektrum vom lockeren Auelehm bis zum geklüfteten Fels abzubilden. In unserem DAkkS-akkreditierten Labor laufen parallel Triaxialversuche und Ödometertests, während draußen auf der Baustelle der schwere Rammsondierbock die Lagerungsdichte der Kies-Sand-Gemische in der Talaue ermittelt.
Der Verwitterungsgrad des Buntsandsteins ändert sich in Pforzheim oft auf wenigen Metern – das erfordert eine bodenmechanische Untersuchung mit dichter Probenahme, nicht nur einem Aufschluss pro Bauwerk.








