Ein Rüttler mit Tiefenrütteltechnik arbeitet sich in den Pforzheimer Untergrund vor – über Zugstangen und Schleusen wird Schotter in Hohlräume eingebracht, die im Trocken- oder Nassverfahren erzeugt werden. Das vibrationsgestützte Stopfverfahren verdichtet das grobkörnige Material zu einer steifen Säule, die Setzungen reduziert. In Pforzheim mit seinen rund 130.000 Einwohnern und dem Flusslauf der Enz, die mächtige Talsedimente abgelagert hat, entscheidet die korrekte Bemessung dieser Schottersäulen über die zulässigen Setzungen einer Flachgründung. Unser geotechnisches Team aus Ingenieuren und Bohrtechnikern führt die Bemessung nach DIN EN 1997-1 durch und berücksichtigt dabei sowohl das Austauschverhältnis als auch die lastabhängige Spannungskonzentration im verbesserten Bodenkörper. Gerade in den Auenbereichen entlang der Enz, wo weiche bindige Schichten in Tiefen von 4 bis 12 Metern auftreten, ist das Zusammenspiel von Säulensteifigkeit und umgebender Matrix entscheidend – hier setzen wir ergänzend den CPT-Versuch ein, um die Schichtgrenzen zentimetergenau zu erfassen, bevor die Rüttelarbeit beginnt.
Der Verbesserungsfaktor n₀ einer Schottersäulengruppe steigt mit der Flächenaustauschrate – in Pforzheimer Auenböden erreichen wir mit Rastern von 1,80 m × 1,80 m Setzungsreduktionen von 40 bis 65 %.



