Der Wiederaufbau Pforzheims nach 1945 hat die Bodenverhältnisse der Stadt wie kaum ein anderes Projekt geprägt. In der Nordstadt liegt der Obere Muschelkalk oft dicht unter der Oberfläche – tragfähig, aber stark verwittert. Im Enztal dagegen stehen junge Auelehme an, die setzungsempfindlich sind. Wer hier eine Bodenplatte bemisst, muss die Spanne zwischen fast felsartigem Untergrund und weichen Talböden beherrschen. Genau dafür setzen wir die Plattengründungsbemessung ein: Wir kombinieren Bohrprofile aus der Sondierung mit SPT mit Steifemoduln aus Laborversuchen, um das Bettungsmodul realistisch abzuleiten. So vermeiden wir Überdimensionierung im Fels und Unterschätzung der Setzungen im Tal – beides typische Fehler in Pforzheimer Gründungsgutachten.
Ein Pforzheimer Bettungsmodul aus dem Enztal taugt nicht für den Hangfuß in Dillweißenstein – die Steifigkeit kann um den Faktor 5 variieren.



