Die Goldstadt Pforzheim trägt nicht nur ein reiches Schmuck- und Uhrenhandwerk in ihrer DNA, sondern auch die Erfahrung tiefgreifender Bodenbewegungen. Der Wiederaufbau nach 1945 veränderte das Stadtbild radikal, doch die Geologie der Pforzheimer Mulde blieb dieselbe. Wer heute im Enztal oder am Hang baut, muss die lokale Seismizität ernst nehmen. Pforzheim liegt in der Erdbebenzone 2 nach DIN EN 1998-1/NA, und die wechselhaften Untergründe aus Muschelkalk, Buntsandstein und quartären Talfüllungen verlangen eine präzise Erdbebenisolationsbemessung. Unser Team kennt diese Untergrundverhältnisse aus zahlreichen Projekten und setzt auf eine enge Verzahnung von Baugrunderkundung und Tragwerksplanung.
Gerade für sensible Nutzungen wie Labore oder Rechenzentren reicht eine Standardauslegung oft nicht aus. Wir kombinieren die seismische Analyse mit einer detaillierten Baugrunduntersuchung mittels CPT, um die Scherwellengeschwindigkeit tiefengenau zu erfassen und die Isolationsmaßnahmen optimal auszulegen.
Eine kluge Isolationsbemessung trennt das Bauwerk vom schwingenden Untergrund – in Pforzheim ist das keine Option, sondern eine Notwendigkeit.



