GEOTECHNIK
PFORZHEIM
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Triaxialversuche in Pforzheim: Scherfestigkeit präzise bestimmen

Geotechnik mit regionalem Urteilsvermögen.

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Im Pforzheimer Talkessel, wo Enz, Nagold und Würm aufeinandertreffen, reicht eine einfache Bodenansprache selten aus. Die geologischen Verhältnisse sind hier ein Flickenteppich aus Auenlehmen, Hangschutt und den typischen Buntsandsteinverwitterungen des Nordschwarzwalds. In unserer täglichen Praxis sehen wir immer wieder, dass gerade die wechselhaften Verwitterungsgrade des Mittleren Buntsandsteins die tatsächliche Standsicherheit einer Baugrube schwer einschätzbar machen. Der Triaxialversuch liefert hier die verlässliche Datenbasis, die eine konservative Annahme von einer wirtschaftlich vertretbaren Bemessung trennt. Statt pauschaler Erfahrungswerte erhalten Sie belastbare Kennwerte für den Reibungswinkel und die Kohäsion, exakt für die Bodenschicht, die bei Ihrem Projekt in Pforzheim ansteht.

Ein verlässlicher Reibungswinkel aus dem Triaxialversuch kann die erforderliche Fundamentbreite in Pforzheims Hanglagen um bis zu 20 Prozent reduzieren.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Die Hänge oberhalb der Innenstadt, etwa in den Bereichen um den Rodrücken oder in Brötzingen, sind geprägt von dicht gelagerten Verwitterungsböden mit Kantkorngefüge. Diese Materialien verhalten sich unter Last oft ganz anders, als die einfache Bodenklassifizierung vermuten lässt. Beim konsolidiert-undrainierten Versuch zeigen sich hier in Pforzheim nicht selten Reibungswinkel von über 35 Grad, während die Kohäsion bei wassergesättigten Hanglehmen unter 5 kPa abfallen kann – ein kritischer Wert für die Boschungsstabilitat bei Aushubarbeiten. Die Vorbereitung der Proben erfolgt dabei mit besonderer Sorgfalt, denn die sandig-kiesigen Verwitterungshorizonte des Buntsandsteins neigen zum Ausbröckeln. Wir setzen auf langsame Sättigungsrampen und einen angepassten Gegendruck, um Gefügestörungen zu vermeiden. Der effektive Spannungsweg wird über mehrere Laststufen hinweg aufgezeichnet und direkt auf das regionale Baugrundmodell übertragen.
Triaxialversuche in Pforzheim: Scherfestigkeit präzise bestimmen
Technische Referenz — Pforzheim

Lokale Besonderheiten

Zwischen einem Projekt in der flussnahen Innenstadt und einem Bauvorhaben am Hangfuß in Dillweißenstein liegen geotechnisch Welten. In den Auebereichen der Enz haben wir es mit locker gelagerten, grundwasserführenden Sanden und Kiesen zu tun, die unter deviatorischer Belastung schnell zu plastischen Verformungen neigen. Ein undränierter Triaxialversuch zeigt hier oft eine sehr geringe Anfangsstabilität. Am Hang dagegen, wo der Verwitterungsschutt des Buntsandsteins ansteht, versagt das Material spröder und ohne große Vorankündigung. Ohne die getrennte Ermittlung von effektiven Spannungsparametern läuft man Gefahr, die Sicherheit falsch einzuschätzen – entweder überdimensioniert man die Stützkonstruktion massiv oder, was schwerwiegender ist, man unterschätzt die treibenden Kräfte in einer durchnässten Verwitterungszone nach Starkregen.

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Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 17892-8 (Unkonsolidierter undränierter Triaxialversuch), DIN EN ISO 17892-9 (Konsolidierte Triaxialversuche), DIN 18137-1 (Versuchsdurchführung und Auswertung), Eurocode 7 (EN 1997-1:2004 + DIN EN 1997-2), Empfehlungen des Arbeitskreises Versuchstechnik Fels der DGGT

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
NormDIN EN ISO 17892-8 und -9
ProbenartZylindrische Proben Ø 50 mm / 70 mm / 100 mm
VersuchstypenUU, CU, CD nach DIN 18137
SättigungsverfahrenBack-Pressure-Methode mit Porenwasserdruckkontrolle
DurchlässigkeitsermittlungOptional als Versuchsphase integrierbar
Datenaufzeichnung0.1 Hz Taktung mit elektronischem Messwerterfassungssystem
BerichtsumfangSpannungs-Dehnungs-Diagramme, Mohr-Coulomb-Hüllkurve, Kennwerte

Gängige Fragen

Warum ist ein Triaxialversuch in Pforzheims Hanglagen wichtiger als ein einfacher Rahmenscherversuch?

Die Verwitterungsböden des Buntsandsteins enthalten oft gröbere Kornfraktionen und zeigen ein ausgeprägtes dilatantes Verhalten. Im Triaxialversuch können wir den Seitendruck realitätsnah aufbringen und das Porenwasserverhalten kontrollieren. Der Rahmenscherversuch erzwingt dagegen eine definierte Scherfuge und liefert bei diesen inhomogenen Böden oft zu optimistische Kohäsionswerte. Gerade in Pforzheim mit seinen steilen Talkanten ist die realistische Ermittlung der effektiven Scherparameter für die Standsicherheit entscheidend.

Welche Probenmenge wird für einen Triaxialversuch benötigt?

Für eine aussagekräftige Hüllkurve sollten drei bis vier Einzelproben aus derselben Schicht vorliegen, die bei unterschiedlichen Seitendrücken geprüft werden. Jede Probe hat standardmäßig einen Durchmesser von 70 bis 100 Millimetern und eine Höhe von etwa dem Doppelten. Im Labor in Pforzheim stimmen wir die Probengeometrie mit dem Bohrteam ab, sodass keine Nachbearbeitung die Randzonen stört.

Was kostet ein konsolidiert-undrainierter Triaxialversuch inklusive Auswertung?

Für einen CU-Versuch mit drei Laststufen und vollständiger Berichtslegung nach DIN EN ISO 17892-9 liegen die Kosten üblicherweise zwischen €1.820 und €2.200, abhängig vom erforderlichen Sättigungsaufwand und der Probenanzahl.

Welche Normen wenden Sie beim Triaxialversuch in Deutschland an?

Wir arbeiten nach dem aktuellen Stand der DIN EN ISO 17892, Teil 8 für UU-Versuche und Teil 9 für konsolidierte Versuche, in Verbindung mit der DIN 18137-1. Die Auswertung und Klassifikation erfolgt gemäß den Vorgaben des Eurocode 7, ergänzt durch die Empfehlungen des Arbeitskreises Versuchstechnik Fels der DGGT für die besonderen Bedingungen im Festgestein.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Pforzheim und Umgebung.

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